Allgemeine Geschäftsbedingungen (folgend AGB) für Sommercamps

 

Die nachstehenden Reisebedingungen werden Bestandteil des zwischen der Campus für Bildung & Sport gGmbH (nachfolgend “der Veranstalter“) und dem Kunden (nachfolgend “der Buchende“) abgeschlossenen Pauschalreisevertrages i. S. d. § 651 a BGB und ergänzen insoweit die gesetzlichen Bestimmungen.

Sofern in den nachstehenden Bedingungen der Begriff „dauerhafter Datenträger“ verwendet wird, ist darunter gemäß § 126 b BGB jedes Medium zu verstehen, dass es dem Empfänger ermöglicht, eine auf dem Datenträger befindliche, an ihn persönlich gerichtete Erklärung so aufzubewahren oder zu speichern, dass sie ihm während eines für ihren Zweck angemessenen Zeitraums zugänglich ist, und das geeignet ist, die Erklärung unverändert wiederzugeben. Hierzu zählen unter anderem USB-Sticks, CD-ROMs, DVDs, Papier, E-Mails, Speicherkarten und Computerfestplatten.

1. Geltungsbereich
1.1 Die vorliegenden AGB gelten für alle vom Vertragspartner durchgeführten Sommercamps im Sinne des § 651a BGB. Die AGB für Projekttage, Projektwochen, pädagogische Tage und weitere Projekte mit Bildungsträgern finden Sie unter https://ministerium-fuer-abenteuer.de/agb/
1.2 Diese AGB gelten ausschließlich. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Buchenden werden nur dann und insoweit Vertragsbestandteil, als der Veranstalter ihrer Geltung ausdrücklich auf einem dauerhaften Datenträger zugestimmt hat.
1.3 Hinweise auf die Geltung gesetzlicher Vorschriften haben nur klarstellende Bedeutung. Auch ohne eine derartige Klarstellung gelten daher die gesetzlichen Vorschriften, soweit sie in diesen AGB nicht unmittelbar abgeändert oder ausdrücklich ausgeschlossen werden.

2. Abschluss des Reisevertrages
2.1 Die Buchung kann durch eine voll geschäftsfähige Person elektronisch über das Buchungsformular erfolgen.
2.2 Die Buchung erfolgt durch den Buchenden auch für alle in der Anmeldung mit aufgeführten Teilnehmer, für deren Vertragsverpflichtungen der Buchende wie für seine eigenen Verpflichtungen einsteht, sofern er eine entsprechende gesonderte Verpflichtung durch ausdrückliche und gesonderte Erklärung übernommen hat.
2.3 Der Vertrag kommt mit der Annahme durch den Reiseveranstalter zustande. Die Annahme bedarf keiner bestimmten Form. Bei oder unverzüglich nach Vertragsabschluss wird der Reiseveranstalter dem Kunden die den gesetzlichen Vorgaben entsprechende Reisebestätigung auf einem dauerhaften Datenträger übermitteln bzw. in den Fällen des Art. 250 § 6 I EGBGB in Papierform aushändigen.
2.4 Weicht der Inhalt der Bestätigung vom Inhalt der Anmeldung ab, so liegt ein neues Angebot des Reiseveranstalters vor, an das er für die Dauer von 10 Tagen gebunden ist. Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses neuen Angebotes zustande, sofern der Reiseveranstalter auf die Änderungen hingewiesen und im Übrigen seine vor vertraglichen Informationspflichtengem. Art. 250 §§ 1-3 EGBGB erfüllt hat. Die Annahme des Kunden erfolgt durch ausdrückliche Erklärung, Anzahlung oder vollständige Zahlung gegenüber dem Reiseveranstalter.

3. Bezahlung
3.1 Mit Erhalt der Reisebestätigung ist eine Anzahlung fällig. Die Höhe ist in der Reisebestätigung angegeben.
3.2 Die Anzahlung wird auf den Reisepreis angerechnet. Die Restzahlung ist bis 30 Tage vor Reiseantritt fällig. Bei Buchungen kürzer als 30 Tage vor Reisebeginn ist der gesamte Reisepreis sofort zur Zahlung fällig.

4. Leistung & Leistungsänderungen
4.1 Welche Leistungen vertraglich vereinbart sind, ergibt sich aus den Leistungsbeschreibungen auf der Website des Anbieters und der Reisevermittler, mit denen der Anbieter zusammenarbeitet bzw. in der Reisebestätigung.
4.2 Änderungen oder Abweichungen einzelner Reiseleistungen von einem vereinbarten Inhalt des Vertrages, die nach Vertragsabschluss notwendig werden und die vom Veranstalter nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind gestattet, soweit sie den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen.
4.3 Der Veranstalter ist verpflichtet, den Buchenden unverzüglich über die Änderungen oder Abweichungen in Kenntnis zu setzen. Im Falle einer erheblichen Änderung einer wesentlichen Eigenschaft oder Reiseleistung oder der Abweichung von besonderen Vorgaben des Buchenden, die Inhalt des Vertrages geworden sind, wird der Veranstalter eine kostenlose Umbuchung oder einen kostenlosen Rücktritt anbieten.
4.4 Erklärt der Buchende nicht innerhalb der gesetzten Frist ausdrücklich den Rücktritt vom Vertrag, gilt die Änderung als angenommen.

5. Rücktritt durch den Buchenden
5.1 Der Buchende kann vor Reisebeginn jederzeit von der Reise zurücktreten. Der Rücktritt ist schriftlich zu erklären. Maßgeblich für den Rücktrittszeitpunkt ist der Eingang der Rücktrittserklärung.
5.2 Vorbehaltlich der Entstehung höherer Kosten kann der Reiseveranstalter im Falle des Rücktritts durch den Buchenden folgende Entschädigungspauschalen verlangen:
– bis 31 Tage vor Reisebeginn: 25% des vereinbarten Reisepreises
– bis 21 Tage vor Reisebeginn: 35% des vereinbarten Reisepreises
– bis 14 Tage vor Reisebeginn: 45% des vereinbarten Reisepreises
– bis 7 Tage vor Reisebeginn: 55% des vereinbarten Reisepreises
– bis 4 Tage vor Reisebeginn: 65% des vereinbarten Reisepreises
– ab dem 3. Tag vor Reisebeginn oder später: 75% des vereinbarten Reisepreises.
5.3 Der Veranstalter kann anstelle der unter 5.2 genannten Pauschalen einen konkret berechneten Entschädigungsanspruch als Ersatz für die getroffenen Reisevorkehrungen und für seine Aufwendungen geltend machen. Maßgeblich für die Berechnung des Ersatzes ist der Reisepreis unter Abzug der ersparten Aufwendungen und etwaigen anderweitigen Verwendungen der Reiseleistungen. In diesem Fall wird der Veranstalter die konkrete Entschädigung berechnen und begründen.
5.4 Dem Buchenden bleibt es unbenommen, den Nachweis zu führen, dass dem Veranstalter kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.
5.5 Tritt ein Reiseteilnehmer die Reise nicht an, gilt dies als am Anreisetag erfolgter Rücktritt.
5.6 Wir empfehlen die Buchung einer Reiserücktrittsversicherung.

6. Rücktritt durch den Veranstalter
Der Veranstalter kann vom Vertrag zurücktreten, wenn:
a) der Buchende seinen Zahlungsverpflichtungen (An- und Restzahlung) nach Mahnung und Fristsetzung nicht nachkommt oder die vereinbarten Vertragsbedingungen nicht einhält. In diesem Falle steht dem Veranstalter ein Schadensersatz in Höhe der pauschalierten Stornobedingungen (siehe 5.2) zu.
b) die Durchführung der Reise für den Veranstalter infolge unvermeidbarer, außergewöhnlicher Umstände erschwert, gefährdet oder erheblich beeinträchtigt wird.

c) die Durchführung der Reise infolge einer Stornierung/Absage einer wichtigen Reiseleistung durch einen Leistungsträger (Transfer, Unterkunft usw.) nicht möglich ist.
d) die Mindestteilnehmerzahl bis 30 Tage vor Reisebeginn nicht erreicht wird. Der bereits gezahlte Reisepreis wird unverzüglich und in vollem Umfang erstattet.

7. Beschränkung der Haftung
Die vertragliche Haftung für Schäden, sofern diese keine Körperschäden sind, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt, sofern diese weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wurden.

8. Haftungsausschluss
8.1 Keine Haftung des Veranstalters besteht bei Einbruch oder Diebstahl.
8.2 Ebenfalls keine Haftung des Veranstalters besteht für Schäden, die sich Teilnehmer gegenseitig, sei es durch Diebstahl oder Beschädigung, zufügen. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, nach Möglichkeit den Teilnehmern keine Wertsachen mitzugeben, da es keine Garantie gibt, dass diese eingeschlossen werden können.

9. Mitwirkungspflicht
9.1 Mängel oder Störungen im Reiseablauf sind dem Veranstalter oder der örtlichen Vertretung im Camp unverzüglich zu melden. In der Mitteilung an den Veranstalter muss der Mangel beschrieben und um Abhilfe nachgesucht werden.
9.2 Soweit der Veranstalter infolge einer schuldhaften Unterlassung der Anzeige nicht Abhilfe schaffen konnte, ist der Buchende nicht berechtigt, eine Reisepreisminderung geltend zu machen oder Schadensersatz zu verlangen.
9.3 Will der Buchende den Vertrag wegen eines Reisemangels der in § 651i Abs. (2) BGB bezeichneten Art, sofern er erheblich ist, nach § 651I BGB kündigen, hat er dem Veranstalter eine angemessene Frist zur Abhilfe zu setzen.

10. Ansprüche aus dem Reisevertrag
10.1 Ansprüche wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung der Reise hat der Buchende gegenüber dem Veranstalter geltend zu machen. Die Geltendmachung kann auch gegenüber dem Reisevermittler erfolgen, wenn die Reise über diesen gebucht wurde. Eine Geltendmachung auf einem dauerhaften Datenträger wird empfohlen.
10.2 Ansprüche aus dem Reisevertrag verjähren nach zwei Jahren. Die Verjährung beginnt mit dem Tag, an dem die Reise vertragsgemäß beendet werden sollte.

11. Ausschluss von der Reise
11.1 Der Veranstalter erwartet, dass der Teilnehmer die regionalen Sitten, Gebräuche und die geltenden Gesetze respektiert. Sollte der Teilnehmer gegen sie verstoßen, gibt der Teilnehmer dem Veranstalter die Möglichkeit, ihn nach Abmahnung, von der weiteren Reise ohne Einhaltung einer Frist auszuschließen. Über diese Abmahnung werden die im Fragebogen angegebenen Notfallkontakte informiert.
11.2 Bei den Sommercamps kommt auch die Unbetreubarkeit (z.B. durch wiederholtes Verletzen der belehrten Regeln, Weglaufen oder physische bzw. psychische Erkrankungen des Teilnehmers, die nicht von den Betreuern und/oder nur unter Vernachlässigung der restlichen Gruppe betreut werden können) als Ausschlussgrund infrage.
11.3 Der Veranstalter ist ferner zur fristlosen Kündigung berechtigt, wenn sich ergibt, dass der Buchende falsche oder unvollständige Angaben über für die sichere Durchführung der Sommercamps relevante Umstände, z.B. Alter, Gesundheitsverhältnisse oder Allergien des Teilnehmers gemacht hat.
11.4 Bei groben Verstößen (z.B. vorsätzliche Körperverletzung, Diebstahl, Drogenkonsum, mutwilliger Sachbeschädigung usw.) kann auch ein sofortiger Ausschluss, ohne Abmahnung, in Betracht kommen.
11.5 Wenn der Veranstalter den Teilnehmer nach Hause oder in eine Betreuung fahren lässt, kann er die entstanden Kosten dem Buchenden in Rechnung stellen.
11.6 Im Falle einer berechtigten Kündigung bleibt der Anspruch des Veranstalters auf den Gesamtpreis bestehen. Der Veranstalter erstattet jedoch den Betrag zurück, den der Veranstalter selbst an Aufwendungen erspart.

12. Gerichtsstand
12.1 Für Klagen des Veranstalters gegen den Buchenden, der Verbraucher ist, richtet sich der Gerichtsstand nach den gesetzlichen Vorschriften.
12.2 Für gerichtliche Streitigkeiten gegen andere Personen, insbesondere Unternehmern, oder Personen die keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland haben oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthaltsort zum Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist, ist der allgemeine Gerichtsstand des Veranstalters maßgebend.

Stand: November 2023